E-Mail-Marketing – Hast Du eine eigene Website, die Dein Unternehmen repräsentiert? Oder einen Blog? Früher oder später stellst Du Dir die Frage, ob Du einen Newsletter ( E-Mail Nachrichten ) brauchst oder nicht.

Entscheidest Du Dich für den Newsletter, so entscheidest Du Dich im Normalfall auch für das E-Mail-Marketing. Ich will Dir hier aufzeigen, wie Du das richtig startest, vom Anmeldeformular bis zum ersten Newsletter.

Was ist überhaupt E-Mail-Marketing?

E-Mail Marketing sind digitale Nachrichten, also E-Mails, die auf dem Direktmarketing beruhen.. Das bedeutet das Du mit Deinen Kunden direkt per Email kommunizierst.

Wenn Du das richtig machst und einen persönlichen Touch haben, dann lesen sich deine Newsletter als würdest Du extra für den einzelnen eine E-Mail verfassen.

Der bekannteste Teil des E-Mail-Marketings ist der Newsletter an sich. Dieser befasst sich in der Regel mit Updates zu Deiner Arbeit, Informationen zu den Aktionen oder Promotion deiner Blogposts und wird in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen versendet.

Der Newsletter kann auch automatisierte Nachrichten beinhalte, die Du aufgrund von Events oder bestimmten automatisierten Marketing Aktionen versendets.

Du kannst hiermit eine Marketing Automation oder automatische E-Mail Sequenzen zum Beispiel für einen launch Deines Produktes versenden oder für Kurspromotion, Challenges oder Salesfunnels nutzen.

Die Anmeldung ist nicht der erste Schritt

Du brauchst natürlich für Deinen ersten Newsletter oder Deine automatisierten Nachrichten auch ein E-Mail-Marketing Tool. Welches Du brauchst, findest Du anhand Deiner Anforderungen und Wünsche heraus.

Die beliebtesten Anbieter sind Mailchimp, CleverReach, Newsletter2go, ActiveCampaign oder GetResponse. Ich selber nutze CleverReach und Newsletter2go.

So, wenn Du Dich nun entschieden hast, welches Tool Du nimmst, kannst Du auch fast schon loslegen. Die wichtigsten Fragen, die Du Dir vorher stellen solltest, wären folgende:

  • Was möchtest Du mit Deinen Aktionen erreichen? Verkauf Fördern? Kundenbindung stärken? Kunden finden?
  • Wie oft möchtest Du einen Newsletter versenden
  • Welche Inhalte möchtest Du platzieren? Welchen Mehrwert soll die Zielgruppe haben? Welches Problem löst Du mit dem Newsletter
  • Und am wichtigsten, wer soll Deine Zielgruppe sein? Welche Probleme hat diese?

Wenn Du diese Grundlegenden Fragen für Dich beantwortete und aufgeschrieben hast, kannst Du loslegen.

Dein Anmeldeprozess sollte begeistern

Es gibt viele Möglichkeiten eine E-Mail-Liste im E-Mail-Marketing aufzubauen. Aber immer bildet das Anmeldeformular zum Newsletter die Basis und ist die Einladung an deine Interessenten. Das Ziel ist es, dass sich Besucher über das Anmeldeformular zu deinem Newsletter anmelden.

Mehrwert & Nutzen im Anmeldeformular kommunizieren

Beantworte die Frage: „Was hat der Interessent davon, wenn er sich bei dir in die Empfängerliste einträgt?“

Beim Anmeldeformular solltest du immer mit dem Gedanken der Datensparsamkeit rangehen. Auch im Hinblick der DSGVO gilt, dass nur die Informationen abgefragt werden dürfen, die man auch tatsächlich braucht. Im Fall der Newsletter-Anmeldung gehört dazu nur die E-Mail-Adresse!

Da es jedoch immer schöner ist, jemanden persönlich anzusprechen, empfiehlt es sich ebenfalls nach seinem Namen zu fragen. Dieses Feld darf jedoch kein Pflichtfeld sein.

In deinem Anmeldeformular sollten zu einem der Hinweis zu deiner Datenschutzerklärung nicht fehlen und zum anderen der Hinweis darauf, dass eine Abmeldung jederzeit möglich ist.

Auch in Zeiten der DSGVO kannst du ein Freebie oder einen sogenannten Lead Magneten in deiner Anmeldung nutzen, um deine E-Mail-Liste aufzubauen.

Wichtig ist hier, dass die Verwendung der Daten klar an den Nutzer kommuniziert wird, also, dass du seine Daten für werbliche E-Mails nutzen möchtest. Der Abonnent „bezahlt“ sozusagen mit seinen Daten die Nutzung deines Inhaltes. Nachzulesen:  (Bayerisches Landesamt für Datenschutz)

E-Mail-Marketing bild zur darstellung einer Anmeldung bei einem Newsletter
Bild: Beispiel einer Anmeldemaske mit weiteren Informationen

Eine weitere Methode ein Freebie zu nutzen ist, es als Geschenk oder Dankeschön zur Newsletter-Anmeldung im E-Mail-Marketing anzubieten und dem Abonnenten als Download oder direkt als E-Mail zuzusenden.

Bestätige Deine Abonnenten

Nach dem das Anmeldeformular abgesendet worden ist, gelangst dein zukünftiger Newsletter-Abonnent auf eine Bestätigungsseite. Die Newsletter-Anmeldung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen, da er diesen noch bestätigen muss.

Damit das Ziel auch erreicht wird, solltest du ihn hier über den nächsten Schritt, die Bestätigung der Anmeldung aufklären und ihm direkte Handlungsaufforderungen geben.

Im nachfolgenden Bild siehst du eine Bestätigungsseite. Im ersten Schritt wird dem Abonnenten über den Erfolg seiner Anmeldung berichtet durch das Abschicken des Formulars und nennt ihm dann im weiteren Schritt, was noch zu tun ist.

Durch die Nennung des Absendernamens gibt man ihm einen Hinweis darauf, von wem er eine E-Mail erhalten wird. Durch die Nennung der E-Mail-Adresse erhält der Newsletter-Abonnent auch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme, falls etwas beim Anmeldeprozess schieflief und er z.B. seine Bestätigungsemail nicht finden kann oder nicht erhält.

E-Mail-Marketing - bild zur darstellung einer Willlommen Antwort
Bild: Bestätigungsseite nach der Anmeldung zum Newsletter

Der Inhalt Deiner Double Opt-In E-Mail

Ein Newsletter-Abonnement muss durch die Double-Opt-In Mail bestätigt werden. Das war auch schon vor der DSGVO so.

Je nach E-Mail-Marketing-Tool variieren die Gestaltungsmöglichkeiten einer Double-Opt-In Mail.

Damit dein Interessent die Newsletter-Anmeldung auch bestätigt sollest du folgende Elemente in deiner Double-Opt-In Mail beachten.

Einen eindeutigen und wiedererkennbaren Absendernamen. Der Interessent sollte in seinem Posteingang sofort erkennen von wem die E-Mail stammt. Nutze daher einen Absendernamen, den er auch erkennt. Am besten eignet sich hier dein Unternehmensname.

Einen Betreff mit einer klaren Handlungsaufforderung wie z.B. „Bitte bestätige deine Newsletter-Anmeldung“ oder „Nur noch ein Klick – dann bist du dabei“. Vermeide eine generische Betreffzeile wie „Deine Newsletter-Anmeldung“ oder ähnliches.

Gut sichtbarer Bestätigungs-Link, der mehrmals im Mailing platziert ist. Der Bestätigungslink sollte gut sichtbar im Mailing dargestellt sein und wenn möglich zwei bis drei Mal platziert sein. Das gelingt dir, wenn du z.B. bereits im Pre-Header (Der Bereich des Mailings mit dem Hinweis zur Online-Version) einen Link zur Bestätigung platzierst.

Im Mailing selber kannst du deinen Bestätigungslink einmal als Button und einmal als Text-Link platzieren. Formatiere zusätzlich deinen Bestätigungslink in einer anderen Schriftgröße und -farbe.

Integriere auch in deiner Double-Opt-In-Mail einen Hinweis zur Abmeldung vom Newsletter.

Weise darauf hin, dass bei Nicht-Bestätigung des Links der Newsletter nicht abonniert wird und der Empfänger auch keine weiteren Nachrichten von dir erhalten wird.

Auch eine DOI-Mail braucht ein Impressum. Vergiss nicht das Impressum in deine Double-Opt-In Mail einzufügen.

Der nächste Schritt ist die Dankesseite

Super Klasse, zu diesem Zeitpunkt hast du einen neuen Newsletter-Abonnenten. Gratulation!

Da man das Ziel „neuer Newsletter-Abonnent“ erreicht hat, wird die Dankes-Seite, also die Seite auf die der Newsletter-Abonnent nach Klick auf den Bestätigungslink, geleitet wird, oft vergessen oder stiefmütterlich behandelt.

Das ist schade, denn bei deinem Newsletter-Abonnenten ist das Interesse an dir und deinem Service am größten. Nutze dieses Interesse und platziere auf der Dankes-Seite eine Handlungsaufforderung oder ein Produkt.

Bei der Handlungsaufforderung kannst du zum Beispiel deine Social-Media-Kanäle platzieren oder auf deinen Blog verweisen.

E-Mail-Marketing

Natürlich ist es auch möglich das Du auf einer Danke Seite einen Upsell machst und ein Produkt zum Verkauf anbietest. Hier solltest Du darauf achten das es kein Hochpreisiges Produkt ist.

Das schreckt gleich ab, wenn es zu teuer ist. Es sollte auch eine perfekte Ergänzung zu Deinem kostenlosen Freebie sein.

Befolgst du die Tipps und Hinweise in diesem Blogartikel, wirst du einen Anmeldeprozess haben, dem deine zukünftigen Newsletter-Abonnenten nicht widerstehen können.

Schau dir deinen Anmeldeprozess im Detail noch mal an und optimiere ihn, wenn nötig. Meine Checkliste zum Anmeldeprozess kann dir hier behilflich sein. Landen die Anmeldungen im SPAM ? Dann schaue Dir diesen Artikel dazu an.

UPDATE

Es gibt gute Neuigkeiten: das Kopplungsverbot wurde entkräftet!
Nach der DSGVO war Email Marketing nicht mehr so einfach wie früher. Freebie (Checkliste, Ebook, Video) gegen Daten (z.B. Emailadresse) war so nicht mehr erlaubt.
Doch nun hat das OLG Frankfurt (27.06.2019 – 6 U 6/19) entschieden, dass es dieses absolute Kopplungsverbot nicht gibt.

Das heißt: Daten gegen Leistung ist erlaubt, wenn man folgendes beachtet:
Klare Einwilligung des Nutzers (Nutzer muss aufgeklärt werden von wem er genau was bekommt z.B.: Wir, die Max Mustermann GmbH senden Ihnen wöchentlich Angebote und unseren Newsletter per Email zu.)

Double Opt In Verfahren

Muss die Einwilligung nachweisen können (geht bei MailChimp, und sieht man in CleverReach am Datum des Kontaktes)

In diesem Sinne wünsche ich fleißiges Emailadressen einsammeln.